Zusammenfassung
Plötzlich erscheint der lästige Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler und bringt Ihre Arbeit am PC zum Stillstand? Sie sind nicht allein. Dieser häufige DLL-Fehler in Windows 10/11 lässt sich oft mit gezielten Schritten selbst beheben – ohne dass Sie ein IT-Experte sein müssen. Unser pragmatischer Leitfaden erklärt die Ursachen und führt Sie sicher durch bewährte Lösungen, wie das Neuregistrieren der DLL oder eine Systemdatei-Überprüfung. So gewinnen Sie die Kontrolle über Ihr System zurück.
Einführung: Was ist der Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler?
Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine wichtige Anwendung starten – vielleicht sogar ein Systemtool – und plötzlich erscheint eine Fehlermeldung, die den Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler meldet. Diese kleine, aber essentielle Dynamic Link Library (DLL) ist ein systemeigener Baustein von Microsoft, der für die korrekte Verarbeitung von Dateipfaden in Windows 10 und 11 zuständig ist. Im Klartext: Sie ist eine Art Dolmetscher, der sicherstellt, dass Programme und das Betriebssystem selbst wissen, wo sie welche Dateien finden und wie sie darauf zugreifen können. Ihr Ausfall oder ihre Beschädigung führt daher nicht selten zu einem abrupten Stopp verschiedenster Prozesse.
Merke: Eine DLL-Datei (Dynamic Link Library) ist keine eigenständig ausführbare Anwendung, sondern eine Programmbibliothek, die von mehreren Softwarekomponenten gleichzeitig genutzt werden kann. Das macht sie effizient, aber auch anfällig – fehlt sie oder ist sie defekt, bremst das alle davon abhängigen Programme aus.
Der Fehler tritt typischerweise nicht isoliert auf, sondern als Symptom eines tieferliegenden Problems. Oft sind es bestimmte Aktionen, die ihm vorausgehen: eine Windows-Aktualisierung, die nicht ganz sauber installiert wurde, die Deinstallation einer älteren Software, die versehentlich systemwichtige Dateien mitentfernt hat, oder sogar die Aktivität schädlicher Programme. Die gute Nachricht ist, dass es sich in den allermeisten Fällen nicht um einen Hardwaredefekt handelt, sondern um ein logisches Problem, das sich mit den richtigen Werkzeugen beheben lässt.
Um Ihr System zielgerichtet wieder ins Lot zu bringen, ist es zunächst entscheidend, die genauen Ursachen für den Fehler in Windows 10/11 einzugrenzen. Im folgenden Abschnitt schauen wir uns die typischen Anzeichen und Auslöser genauer an, um die beste Lösungstrategie zu wählen.
Symptome des DLL-Fehlers erkennen
Der Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler kündigt sich selten diskret an. Meistens erscheint er als unmissverständliche Fehlermeldung in einem separaten Dialogfenster, das den Start einer Anwendung – von der Systemsteuerung bis hin zu Drittanbieter-Software – blockiert. Die Meldung kann unterschiedlich formuliert sein, etwa “Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll nicht gefunden” oder “Die Codeausführung kann nicht fortgesetzt werden, weil api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll nicht gefunden wurde”.
Doch nicht immer ist die Fehlermeldung so explizit. Manchmal äußert sich das Problem indirekter: Eine Anwendung startet scheinbar normal, um dann ohne weitere Erklärung sofort wieder zu schließen (sog. “Silent Crash”). In anderen Fällen friert das Programm nach dem Öffnen ein oder bestimmte Funktionen sind schlichtweg nicht nutzbar. Da diese Bibliothek für Pfadoperationen zuständig ist, können auch Fehler beim Speichern oder Öffnen von Dateien, die auf ungewöhnlichen Laufwerken oder in tief verschachtelten Verzeichnissen liegen, ein Indiz für diesen spezifischen DLL-Fehler in Windows 10/11 sein.
Praxisbeispiel: Ein Nutzer berichtet, dass sich nach einem Windows-Update die Windows-Foto-App nicht mehr öffnen ließ. Stattdessen erschien die Fehlermeldung zur fehlenden DLL. Interessanterweise funktionierten andere Bildbetrachter ohne Probleme – ein deutlicher Hinweis darauf, dass ein spezifisches Systemtool von der Beschädigung betroffen war.
Es ist daher ratsam, sich nicht nur auf den exakten Wortlaut der Fehlermeldung zu konzentrieren, sondern auch den Kontext zu beachten: Welche Aktion haben Sie gerade ausgeführt? Ist der Fehler bei einer oder mehreren Anwendungen aufgetreten? Trat er direkt nach einer Systemaktualisierung auf? Diese Beobachtungen sind wertvolle Puzzleteile für die nachfolgende Fehlerdiagnose und helfen, die Ursachen für den Fehler in Windows 10/11 einzugrenzen, die wir im nächsten Abschnitt detailliert beleuchten werden.
Ursachen für den Fehler in Windows 10/11
Die Ursachen für den Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler sind so vielfältig wie die Windows-Systemlandschaft selbst. Oft liegt der Auslöser nicht in der DLL-Datei allein, sondern in einem gestörten Zusammenspiel systemkritischer Komponenten. Eine der häufigsten Ursachen für den Fehler in Windows 10/11 sind fehlgeschlagene oder unterbrochene Windows-Updates. Wird ein Update nicht sauber abgeschlossen, kann es passieren, dass notwendige Bibliotheken wie die besagte DLL entweder nicht korrekt ersetzt oder in der Systemregistrierung ungültig eingetragen werden. Das Ergebnis: Programme, die auf diese Datei zugreifen müssen, finden sie nicht oder können sie nicht laden.
Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Faktor ist die Installation oder vor allem die Deinstallation von Software, insbesondere älteren Programmen oder solchen, die eigene Versionen systemnaher Bibliotheken mitbringen. Entfernt eine Deinstallationsroutine versehentlich eine gemeinsam genutzte DLL oder überschreibt eine ältere Version eine neuere, systemeigene, ist der Konflikt vorprogrammiert. Ebenso können Schadsoftware oder unvorsichtige Bereinigungs-Tools, die vermeintlich “überflüssige” Systemdateien löschen, die Stabilität empfindlich stören.
Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu einem Hardwaredefekt sind die hier genannten DLL-Fehler Ursachen in Windows fast immer softwarebasiert und damit reversibel. Das System selbst verfügt über mächtige Werkzeuge zur Selbstreparatur.
Selten, aber möglich, ist auch eine physische Beschädigung der Festplatte im Bereich, in dem die Systemdateien liegen. Hier würde ein SFC Scannow ausführen (mehr dazu in Lösung 2) erste Fehler in den Dateien finden, die zugrundeliegende Hardwareproblematik aber nicht beheben.
Um Ihr System nachhaltig zu schützen, ist der nächste Schritt entscheidend: eine solide Absicherung, bevor Sie mit den Reparaturmaßnahmen beginnen.
Vorbereitung: Sichern Sie Ihr System
Bevor Sie mit den eigentlichen Reparaturarbeiten am System beginnen, ist eine solide Absicherung unerlässlich. Warum? Ganz einfach: Auch die besten Lösungsversuche können – in seltenen Fällen – unerwartete Nebenwirkungen haben. Das Ziel ist es, Ihr System zu reparieren, nicht in einen noch instabileren Zustand zu manövrieren. Diese Vorbereitung ist Ihr Sicherheitsnetz, das es Ihnen ermöglicht, alle folgenden Schritte mit dem nötigen Selbstvertrauen anzugehen, weil Sie im Zweifelsfall jederzeit einen Schritt zurück machen können.
Der wichtigste erste Schritt ist die Erstellung eines Systemwiederherstellungspunkts. Diese eingebaute Windows-Funktion erstellt eine Momentaufnahme Ihrer systemkritischen Dateien, Einstellungen und Registrierungseinträge zum aktuellen Zeitpunkt. Falls die Reparatur der DLL zu Problemen führt, können Sie Ihr System blitzschnell auf den exakten Zustand vor den Änderungen zurücksetzen – ohne dass Ihre persönlichen Dateien wie Dokumente oder Fotos betroffen sind.
Praxistipp: Windows erstellt oft automatisch Wiederherstellungspunkte vor größeren Updates. Bei einem akuten Problem wie unserem DLL-Fehler sollten Sie sich jedoch nicht darauf verlassen. Nehmen Sie die Sache selbst in die Hand und erstellen Sie einen manuellen Punkt mit einem aussagekräftigen Namen, z.B. “Vor Reparatur von api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll”.
Während ein Wiederherstellungspunkt das System schützt, geht es im nächsten Schritt um Ihre wertvollen Daten. Auch wenn die folgenden Reparaturmethoden generell als sicher gelten, ist die goldene Regel: Sichern Sie wichtige Daten regelmäßig und insbesondere vor Systemeingriffen. Kopieren Sie essenzielle Dokumente, Projekte und Favorites auf eine externe Festplatte, einen USB-Stick oder in einen Cloud-Speicher. Diese doppelte Absicherung – Systemschutz plus Datensicherung – gibt Ihnen die absolute Ruhe, die nötig ist, um den Fehler systematisch zu beheben.
Mit diesem Schutzschild im Rücken können wir uns nun den ersten konkreten Lösungsansatz zuwenden: dem Neuregistrieren der fehlerhaften DLL.
Erstellen eines Systemwiederherstellungspunkts
Bevor Sie den Hebel der Systemreparatur ansetzen, ist das Erstellen eines Systemwiederherstellungspunkts die wichtigste und zeitsparendste Vorsichtsmaßnahme. Stellen Sie es sich wie eine Versicherungspolice für Ihr Betriebssystem vor: Mit wenigen Klicks sichern Sie den aktuellen, funktionierenden Zustand Ihrer Systemdateien und Einstellungen. Sollte eine der folgenden Reparaturmethoden unerwartete Nebeneffekte haben, können Sie diese Aktion rückgängig machen und Ihr System innerhalb weniger Minuten in den Zustand vor dem Eingriff zurückversetzen – ohne Neuinstallation oder Datenverlust.
Die manuelle Erstellung eines Wiederherstellungspunkts ist in Windows 10 und 11 ein standardisierter Prozess. So gehen Sie vor:
- Geben Sie im Windows-Suchfeld “Wiederherstellungspunkt erstellen” ein und wählen Sie das entsprechende Ergebnis. Dies öffnet die Systemeigenschaften unter der Registerkarte “Computerschutz”.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche “Erstellen…”. Sie werden aufgefordert, eine Beschreibung für den Wiederherstellungspunkt einzugeben.
- Vergeben Sie einen klaren und aussagekräftigen Namen, beispielsweise “Vor Behebung des Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehlers”. Diese Beschreibung hilft Ihnen später, den richtigen Punkt auszuwählen.
- Windows erstellt nun den Punkt. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern.
Hinweis: Stellen Sie sicher, dass der Systemschutz für Ihr Laufwerk (meist C:) aktiviert ist. Dies ist in der Regel die Standardeinstellung. Ist er deaktiviert, wählen Sie das Laufwerk aus und klicken auf “Konfigurieren”, um den Schutz zu aktivieren und Speicherplatz zuzuweisen.
Im Gegensatz zur automatischen Erstellung durch Windows, die oft nur vor großen Updates erfolgt, gibt Ihnen dieser manuelle Punkt die vollständige Kontrolle. Sie fixieren den Systemzustand genau in dem Moment, in dem das Problem aufgetreten ist, aber bevor Sie Änderungen vornehmen. Diese präzise Momentaufnahme ist für eine gezielte Fehlerbehebung unschätzbar wertvoll.
Mit dieser fundamentalen Absicherung im Hintergrund können Sie sich nun beruhigt der Sicherung Ihrer persönlichen Daten zuwenden, dem nächsten Schritt für einen rundum geschützten Systemeingriff.
Wichtige Daten sichern
Ein Systemwiederherstellungspunkt schützt die Integrität des Betriebssystems – ein entscheidender erster Schritt. Doch was ist mit Ihren persönlichen Dateien? Während sich Windows selbst reparieren lässt, sind Ihre eigenen Daten einzigartig und unersetzlich. Daher ist die zweite Säule der Vorbereitung die Sicherung dieser wichtigen Informationen. Es geht nicht darum, Panik zu verbreiten, sondern um pragmatische Vorsorge. Die folgenden Reparaturmethoden sind in der Regel sicher und führen nicht zu Datenverlust. Dennoch gilt: Ein kurzer Check, ob die neuesten Versionen Ihrer wichtigsten Dokumente, Bilder und Projekte gesichert sind, gibt Ihnen die absolute Handlungsfreiheit, um den DLL-Fehler Windows 10/11 ohne böses Erwachen zu beheben.
Konkret bedeutet das: Identifizieren Sie die Dateien, deren Verlust für Sie am schmerzhaftesten wäre. Dazu zählen oft:
* Dokumente: Verträge, Steuerunterlagen, Texte, Präsentationen.
* Bilder & Videos: Urlaubsfotos, Familienvideos, kreative Projekte.
* Arbeitsdaten: Datenbanken, Quellcode, Konfigurationsdateien für Ihre Software.
* Browserdaten: Lesezeichen (Favoriten) und Passwörter, sofern nicht bereits cloud-synchronisiert.
Kopieren Sie diese Daten einfach auf ein externes Medium. Eine externe Festplatte oder ein großer USB-Stick sind ideale Lösungen. Für geringere Datenmengen eignen sich auch Cloud-Dienste wie OneDrive, Google Drive oder Dropbox. Der Vorgang muss nicht komplex sein – es reicht vollkommen, die entsprechenden Ordner per “Drag & Drop” auf das Sicherungsmedium zu ziehen.
Ein Gedanke zur Routine: Die aktuelle Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler-Behebung ist der perfekte Anlass, um über eine regelmäßige Datensicherung nachzudenken. Laut einer Studie des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind menschliches Versagen und Softwarefehler häufige Ursachen für Datenverluste – nicht nur Hardwaredefekte.
Mit dieser doppelten Absicherung – dem Systemwiederherstellungspunkt und der gesicherten Daten – sind Sie nun optimal vorbereitet. Sie haben ein sicheres Fundament geschaffen, von dem aus Sie die eigentlichen Lösungsansätze, beginnend mit dem Neuregistrieren der DLL, entschlossen angehen können.
Lösung 1: DLL-Datei neu registrieren
Nachdem Sie Ihr System durch einen Wiederherstellungspunkt und eine Datensicherung abgesichert haben, können wir uns der ersten aktiven Lösung zuwenden: dem Neuregistrieren der DLL. Diese Methode ist oft der schnellste Weg zur Behebung des Problems, da sie einen fehlerhaften Registrierungseintrag korrigiert, ohne die eigentliche Datei ersetzen zu müssen. Stellen Sie es sich vor wie das Aktualisieren des Inhaltsverzeichnisses in einem Buch – die Kapitel (die DLL-Dateien) sind alle vorhanden, aber das System weiß nicht mehr genau, wo es sie findet. Durch die Neuregistrierung weisen Sie Windows an, dieses “Inhaltsverzeichnis” zu erneuern.
Die eigentliche Aktion ist ein simpler Befehl, der in der Eingabeaufforderung ausgeführt wird. Der entscheidende Punkt hierbei ist, dass Sie diese mit Administratorrechten öffnen. Nur so hat das Tool die nötigen Berechtigungen, um Änderungen an den geschützten Systemregistrierungen vorzunehmen.
Wichtig für den Erfolg: Schließen Sie vor diesem Schritt alle laufenden Anwendungen, insbesondere jene, die den DLL-Fehler verursachen. So stellen Sie sicher, dass keine Prozesse die betroffene Datei sperren und den Registrierungsvorgang blockieren.
Die Eleganz dieses Ansatzes liegt in seiner Einfachheit. Oft reicht dieser eine Befehl aus, um den Fehler zu beseitigen, da die zugrundeliegende Datei intakt ist und nur ihr Eintrag im System repariert werden muss. Es ist ein gezielter Eingriff mit geringem Risiko, der jedoch erfordert, dass die ursprüngliche DLL überhaupt vorhanden und nicht beschädigt ist.
Im nächsten Abschnitt werden wir detailliert die notwendigen Schritte durchgehen, um die Eingabeaufforderung korrekt zu öffnen und damit die Grundlage für die Reparatur zu schaffen.
Eingabeaufforderung als Administrator öffnen
Um den Befehl zum Neuregistrieren der DLL mit den notwendigen Systemberechtigungen ausführen zu können, ist der erste Schritt das Öffnen der Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Dies ist kein optionaler Luxus, sondern eine zwingende Voraussetzung, da Sie sonst auf eine Fehlermeldung wegen unzureichender Berechtigungen stoßen werden. Windows schützt systemkritische Bereiche wie die Registrierdatenbank gezielt vor unbeabsichtigten Änderungen durch Standardbenutzer.
Glücklicherweise ist dieser Vorgang in Windows 10 und 11 sehr einfach geworden. Sie haben mehrere Wege, um das gewünschte Fenster zu öffnen; der schnellste ist oft der folgende:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Startmenü-Symbol (meistens ganz links in der Taskleiste).
- Wählen Sie aus dem erscheinenden Kontextmenü die Option “Eingabeaufforderung (Administrator)” oder “Windows PowerShell (Administrator)”. Beide Varianten sind für unseren Zweck gleichwertig.
- Es erscheint nun ein Dialogfeld der Benutzerkontensteuerung (UAC), das Sie fragt, ob Sie zulassen möchten, dass die App Änderungen an Ihrem Gerät vornimmt. Bestätigen Sie dies mit “Ja”.
Achtung: Wenn Sie stattdessen ein Fenster ohne den Zusatz “(Administrator)” öffnen, fehlen Ihnen die erforderlichen Rechte. Der Befehl
sfc /scannowim nächsten Lösungsschritt würde beispielsweise sofort mit einem Fehler abbrechen. Achten Sie also genau auf die Titelleiste des Fensters.
Alternativ können Sie auch die Windows-Suchfunktion nutzen: Geben Sie “Eingabeaufforderung” ein, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Suchergebnis und wählen Sie “Als Administrator ausführen”. Welchen Weg Sie auch wählen – das Ergebnis ist ein schwarzes oder blaues Fenster, in dem Sie systemweite Befehle mit höchsten Privilegien ausführen können.
Mit diesem mächtigen Werkzeug, der Eingabeaufforderung mit Administratorrechten, sind Sie nun optimal vorbereitet, um den eigentlichen Registrierungsbefehl einzugeben und den Fehler direkt an der Wurzel zu packen.
Registrierungsbefehl ausführen
Nun sind Sie bereit, den entscheidenden Befehl einzugeben, um den Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler direkt anzugehen. In dem soeben geöffneten Administrator-Eingabeaufforderungsfenster tippen Sie den folgenden Befehl genau ein und bestätigen ihn mit der Eingabetaste:
regsvr32 /i api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll
Das Tool regsvr32 ist das eingebaute Windows-Werkzeug zum Registrieren und Aufheben der Registrierung von DLL-Dateien. Der Parameter /i weist es an, die DLL nicht nur zu registrieren, sondern gegebenenfalls auch die zugehörigen Einträge in der Registrierdatenbank zu installieren. Windows wird nun versuchen, die Datei zu lokalisieren und ihren Eintrag im System zu aktualisieren.
Was Sie sehen sollten: Bei Erfolg erscheint eine Meldung wie “DllRegisterServer in api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll wurde erfolgreich durchgeführt.” oder eine ähnliche Erfolgsbestätigung. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass der Registrierungseintrag repariert wurde.
Sollte stattdessen eine Fehlermeldung erscheinen – beispielsweise, dass die Datei nicht gefunden wurde –, ist das ebenfalls eine wertvolle Information. Es deutet dann stark darauf hin, dass die DLL-Datei selbst beschädigt oder vollständig gelöscht wurde. In diesem Fall ist die Neuregistrierung nicht ausreichend, und Sie müssen zur nächsten Lösung, der Systemdateiprüfung, übergehen.
Schließen Sie nach dem erfolgreichen Befehl die Eingabeaufforderung und starten Sie Ihren Computer neu. Ein Neustart ist oft der letzte notwendige Schritt, um alle Systemkomponenten mit dem aktualisierten Registrierungseintrag synchronisieren. Versuchen Sie anschließend, die Anwendung zu starten, die den Fehler ursprünglich verursacht hat. In vielen Fällen ist das Problem damit bereits behoben.
Falls der Fehler weiterhin besteht, ist die DLL-Datei selbst das Problem. Keine Sorge, auch dafür hat Windows eine robuste Lösung parat: die Überprüfung der Systemdateien, die wir als Nächstes detailliert betrachten werden.
Lösung 2: Systemdateien überprüfen
Hat der Neuregistrierungsbefehl aus Lösung 1 den gewünschten Erfolg verfehlt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll-Datei selbst beschädigt oder unvollständig ist. In diesem Fall greifen Sie mit der Überprüfung der Systemdateien zu einer der mächtigsten integrierten Reparaturfunktionen von Windows. Das als System File Checker (SFC) bekannte Tool durchforstet Ihr System nach allen geschützten Systemdateien und vergleicht deren Integrität mit den in einem speziellen Cache gespeicherten, originalen Versionen. Wird eine Abweichung oder Beschädigung festgestellt, ersetzt SFC die fehlerhafte Datei automatisch durch eine intakte Kopie – eine elegante Lösung, um tief sitzende Systemkorruptionen zu beheben.
Die Anwendung dieses Tools ist ebenso straightforward wie wirkungsvoll. Sie führen es, wie bereits die Neuregistrierung, in der Eingabeaufforderung mit Administratorrechten aus. Der entscheidende Befehl lautet:
sfc /scannow
Nach der Eingabe beginnt ein automatischer Scan-Vorgang, der einige Zeit in Anspruch nehmen kann (oft 10-15 Minuten). Der Fortschritt wird in Prozent angezeigt. Während dieser Phase sollte der Computer nicht heruntergefahren werden, um Unterbrechungen zu vermeiden.
Interpretation der Ergebnisse: SFC liefert nach Abschluss einen von drei Hauptbefunden in der Eingabeaufforderung:
* “Der Windows-Ressourcenschutz hat keine Integritätsverletzungen gefunden.” → Ihre Systemdateien sind in Ordnung; die Ursache liegt woanders.
* “Der Windows-Ressourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden und erfolgreich repariert.” → Problem gelöst! Ein Neustart wird empfohlen.
* “Der Windows-Ressourcenschutz hat beschädigte Dateien gefunden, konnte einige davon jedoch nicht reparieren.” → Das ist selten, weist aber auf tiefergehende Probleme hin, die einen erweiterten Reparaturansatz erfordern.
Die Stärke von sfc /scannow liegt in seiner Gründlichkeit. Es adressiert nicht nur unseren spezifischen DLL-Fehler, sondern kann dabei eine Vielzahl anderer, noch nicht aufgetretener Systeminstabilitäten gleich mitbeheben. Es ist ein präventiver und kurativer Eingriff zugleich.
Sollte auch dieser intensive Scan den Fehler nicht ausmerzen können, bleibt der von Ihnen erstellte Systemwiederherstellungspunkt Ihr sicherer Rettungsanker, um zu einem stabilen Zustand zurückzukehren und alternative, erweiterte Lösungen in Betracht zu ziehen.
Fazit
Mit den hier vorgestellten Methoden wie dem Neuregistrieren der DLL und der Überprüfung von Systemdateien sind Sie dem Api-ms-win-core-path-l1-1-0.dll Fehler nicht länger ausgeliefert. Dieser Leitfaden gibt Ihnen die praktischen Werkzeuge an die Hand, um die Systemstabilität selbst wiederherzustellen. Starten Sie am besten mit der Eingabeaufforderung als Administrator, um die Registrierung zu erneuern – sollte dies nicht zum Erfolg führen, ist der nächste logische Schritt ein SFC-Scan. So behalten Sie die Kontrolle über Ihr Windows-System.
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